| Vorschulklasse II |
März 2005 |
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Wir möchten gerne eine besondere Geschichte vorstellen, die wir Vorschulkinder gemeinsam verfasst haben. Wir haben den Text auch in Bildern dargestellt und ein überdimensionales Bilderbuch gestaltet, auf das wir sehr stolz sind. Hier ist unsere Geschichte:
Das ist Maxi. |
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Maxi war ein sehr netter Junge. Er war allerdings sehr schüchtern und traute sich nicht mit anderen Kindern reden.
Aus diesem Grund hatte Maxi keine Freunde und das
machte ihn so richtig traurig. Jeden Tag musste der Bub den langen Schulweg über sieben Hügel alleine gehen.
Du musst wissen, Maxi ging in die Vorschulklasse
im nächsten Dorf. Um dahin zu gelangen, stapfte er also jeden Tag über sieben Hügel. Nach dem Unterricht marschierte er wieder über sieben Hügel zurück zu seinem Elternhaus. Das war manchmal ziemlich langweilig – so ganz alleine. ![]() |
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Doch eines Tages passierte etwas Außergewöhnliches. Maxi befand sich nach dem Unterricht auf dem Heimweg, als er auf einem der sieben Hügel etwas Goldenes in der Wiese liegen sah. Aufgeregt rannte er hin und hob dieses glänzende Ding auf. Der Junge stellte fest, dass es ein Hut war. Es war aber kein gewöhnlicher Hut, sondern ein Zauberhut!
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Natürlich setzte Maxi den Hut auf. Da bemerkte er, dass er fliegen konnte. Maxi konnte es nicht fassen!
Er hatte tatsächlich einen Zauberhut gefunden!
Der Bub wirbelte mit dem neuen Hut durch den Wind
und machte Purzelbäume in der Luft. Er flog hoch über den Wolken, als er eine Tür in eine andere Welt sah. Maxi machte die Tür auf und war auf einmal im Land der Riesen. ![]() |
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Von Weitem erblickte er einen „echten“ Riesen. Geschwind flog Maxi zu ihm hin und setzte sich auf seine Nasenspitze, sodass dem Riesen die Nase ein wenig kitzelte. Der Riese fragte mit tiefer Stimme: „Nanu, wer bist denn du?“ „Ich bin Maxi und suche Freunde. Du, Herr Riese, möchtest du mein Freund sein?“ fragte Maxi vorsichtig. Der Riese lachte und meinte: „Ich bin doch viel zu groß für dich!“ Der kleine Maxi aber erwiderte:
„Das macht doch nichts! Ob groß oder klein, wir
können trotzdem Freunde sein!“
Der Riese schaute etwas verdutzt, dann aber zeigte
er sein schönstes Lächeln her und meinte: „Du hast Recht, kleiner
Freund. Lass uns Freunde sein!“ Maxi durfte sich auf die Handfläche des Riesen setzen und die beiden erzählten sich lustige Geschichten. Sie lachten so viel, dass ihnen der Bauch weh tat. Dann verabschiedete sich der Junge und flog weiter in den Zauberwald.
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Im Zauberwald war es wunderschön, aber auch etwas geheimnisvoll. Maxi schaute sich um und in Sekundenschnelle war er von zauberhaften Feen umringt.
Da zeigten ihm die Feen ihr schönstes Lächeln und
sprachen: „Maxi, wir waren schon immer deine Freunde. Nur hast du uns
nicht gesehen!“ Da war Maxi überglücklich. Die Feen nahmen ihn an den Händen und tanzten mit ihm im Kreis. ![]() |
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Leise flüsterte eine Fee Maxi ins Ohr:
„Geh zur Zauberhöhle! Dort wirst du eine Rutsche
finden, die dich in eine andere Welt führt. Sei mutig und rutsche
hinunter!“ Zögernd machte sich Maxi auf den Weg zur Zauberhöhle. Sie sah sehr finster aus. Maxi wollte schon umdrehen, aber dann erinnerte er sich wieder an die Worte der Fee. Er biss ganz fest die Zähne zusammen, kniff die Augen zu und rutschte die finstere Rutsche hinunter. Und wo kam er heraus?
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Es war unglaublich – der Junge fand sich plötzlich im Süßigkeitenland wieder. Dort bestand alles aus Leckerein. Mmmmhhh! Maxi schaute sich um und da stand auch schon ein Bewohner dieser Welt vor ihm: der Lebkuchenmann!
Und der Junge erklärte ihm: „Ich bin Maxi und suche Freunde. Du, Lebkuchenmann, willst du mein Freund sein?“
Der Lebkuchenmann meinte: „Ich bin doch viel zu
süß für dich!“ Und wieder bemerkte Maxi: „Das macht doch nichts! Ob süß, ob sauer, ob groß oder klein – wir können trotzdem Freunde sein!“
Der süße Lebkuchenmann setzte dann sein schönstes
Lächeln auf und rief voller Begeisterung: „Du hast Recht! Lass uns
Freunde sein! Komm mit, ich zeige dir mein süßes Land!“ Maxi freute sich sehr. Der Lebkuchenmann zeigte ihm sein Reich, in dem Häuser aus Schokolade, Bäume aus Lakritze und Flüsse aus Kakao bestanden. Maxi kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, doch plötzlich dachte er an seine Mutter, die daheim bestimmt schon auf ihn warten würde. Also verabschiedete sich Maxi vom Lebkuchenmann und bekam noch einen großen Sack voller Süßigkeiten mit.
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Maxi flog mit dem goldenen Hut, den er noch immer
auf dem Kopf hatte, heim zu seiner Mutti.
Wie er sich schon gedacht hatte, stand sie schon
bei der Haustür und hielt Ausschau nach ihm.
Schnell ließ Maxi den goldenen Hut hinter seinem
Rücken verschwinden und ging in das Haus hinein. Der Bub rannte in sein Zimmer und suchte ein geeignetes Versteck für den goldenen Hut. Nach langem Überlegen legte Maxi den Zauberhut unter sein Bett. Dort war er sicher! ![]() |
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Es war schon sehr spät geworden und die Mutter
brachte Maxi ins Bett. Sie konnte allerdings nicht ahnen, dass sich
darunter ein Zauberhut befand. Der Junge kuschelte sich unter die Decke.
Nicht einmal bis drei konnte er zählen, so schnell schlief er ein. Am nächsten Morgen marschierte Maxi so wie jeden Tag über die sieben Hügel zu seiner Schule. An diesem Tag war es allerdings anders als sonst. Maxi spielte, plauderte und lachte mit den anderen Kindern. Maxi war ganz und gar nicht mehr schüchtern. Er wusste nun, dass er mutig war. Immerhin hatte er einen Riesen besucht, mit Feen getanzt, er ist durch eine finstere Höhle gerutscht und hatte auch noch den Lebkuchenmann getroffen.
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Maxi wusste nun, dass er viel Mut hatte. Sofort schloss er mit den anderen Kindern Freundschaft. An diesem Tag ging Maxi zum ersten Mal nicht alleine von der Schule nach Hause. An diesem Tag marschierte er mit zwei neuen Freunden aus seiner Klasse über die sieben Hügel.
Das war viel lustiger als alleine.
Als der Bub daheim angekommen war, rannte er
sogleich in sein Zimmer. Er schaute unter das Bett und erschrak sehr.
Sein Zauberhut hatte sich nämlich in einen ganz normalen Faschingshut
verwandelt.
Entäuscht nahm Maxi den Hut. Er setzte ihn auf und
schaute sich in den Spiegel. Doch allmählich verwandelte sich sein
trauriges Gesicht und Maxi zeigte dem Spiegel sein allerschönstes
Lächeln. Maxi sagte laut: „Ich brauche keinen Zauberhut mehr, denn jetzt habe ich im wirklichen Leben Freunde gefunden!“
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