4. Klasse

März 2003

 
 

Rettung in letzter Minute

Heinrich Hungrig ist ein Mann, der jeden  Brauch als Christ auch macht. Als er eines Tages in seiner Hütte den Advent feiern wollte, dachte er über sein Leben nach.

Dabei sah er in die Kerzenflamme seines Adventkranzes. Er hatte zwei Kinder, einen Hund, eine Frau und viele Schafe. Er lebte auf einem hohen Berg, der Hirschkogel heißt. Er machte alles selbst: den Käse, Milch, Brot, Wolle und Kleidung. Das horcht sich zwar komisch an, aber auch manche Männer können gut stricken und nähen. Zurück zur Geschichte. Er schreckte plötzlich auf, als er lautes Gebell hörte. Er verließ das Haus und fiel fast um. Sein Hund Zottel hatte ihn angesprungen. Herr Hungrig merkte sofort, was sein treuer Hund wollte: Einen Spaziergang. Herr Hungrig sagte: „Also gut.“ Er zog sich schnell warm an und stapfte fröhlich durch den Schnee. Nach einer geschlagenen Stunde hatten sie das Gipfelkreuz erreicht. Er schaute hinab auf seine Hütte und dachte, er würde träumen: sein Haus stand in Flammen! So schnell wie er konnte, rannte er zurück. Das ging wesentlich schneller als der Aufstieg. Ja, eine halbe Stunde, dann war er auch schon dort: Seine Hütte brannte lichterloh vor sich hin. Er hatte vergessen, die Kerze des Adventkranzes auszublasen! Seine Familie konnte er jedoch nicht entdecken. Sie musste noch im Haus sein! Aber da sah er sie: sie waren im Badezimmer eingeschlossen. Schnell sperrte er das Fenster auf und sie sprangen heraus. Das war Rettung in letzter Minute. Doch es war keine Zeit zu verlieren: Die Feuerwehr musste her. Wie aufs Stichwort kam sie auch schon mit lautem „Tatü, Tata!“ Nach zwanzig Minuten war das Feuer gelöscht. Heinrich Hungrig konnte sich nicht erklären, wer sie verständigt hatte, bis der Herr Nachbar kam und ihn aufklärte. Er hatte sie gerufen.

Herr Hungrig sagte: „Das war Rettung in letzter Minute!“ und er dankte ihm herzlich.